Nutzungsrichtlinien Impressum
Jobbörse
Ferien-, Nebenjobs, Praktika
Liechtenstein

Rechtliche Fakten


Rechtliche Fakten in Liechtenstein

Begriffsbestimmung laut Arbeitsgesetz Wer darf einen Ferien- und Nebenjob ausüben?
Grundsätzlich ist die Beschäftigung von Kindern und schulpflichtigen Jugendlichen verboten. Unter besonderen Voraussetzungen dürfen aber Kinder und Jugendliche beschäftigt werden:

Unter 13 Jahren
Wer noch keine 13 Jahre alt ist, darf in Liechtenstein grundsätzlich noch nicht arbeiten. Aber fragt doch mal innerhalb der Familie nach, vielleicht könnt ihr ja beim Rasenmähen, Putzen oder Einkaufen helfen.

Ab vollendetem 13. Altersjahr
Ab vollendetem 14. Altersjahr
Für Kinder und schulpflichtige Jugendliche
Kinder und Jugendliche unter 18 dürfen nicht für die Bedienung von Gästen in Betrieben der Unterhaltung wie Kabaretts, Dancings, Diskotheken und Barbetrieben eingesetzt werden.

(Weitere Informationen gibt das Amt für Volkwirtschaft: www.avw.llv.li)

Regelungen bezüglich der Arbeitszeiten
Kinder und Jugendliche dürfen nicht an Sonntagen und in der Nacht beschäftigt werden (das Amt für Volkswirtschaft kann Ausnahmen bewilligen). Ausserdem gelten einschränkende Bestimmungen bezüglich der Arbeits- und Ruhezeiten:
Die detaillierten Arbeitszeiten, Pausen und Ruhezeiten findest du im "Merkblatt zum Jugendarbeitsschutz": www.llv.li/files/avw/pdf-llv-avw-jugendarbeitsschutz.pdf

Bezahlung
Für welchen Job wie viel bezahlt wird, ist Verhandlungssache zwischen dem Arbeitgebenden und dem Ferien- bzw. Nebenjöbler. Es gibt hierzu in Liechtenstein keine Richtlinien. Gemäss dem Verbrauchermagazin «Saldo» werden in der Schweiz für Erwachsene bei einer Hilfsarbeit zwischen 18 und 25 Franken bezahlt – je nach Alter, Fähigkeiten und Erfahrungen. Erfahrungsgemäss liegt der Stundensatz in Liechtenstein zwischen 12 und 20 Franken. Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein hat mit dem RA 2006/2194-6413 die Mindestlohn-Richtlinie 2006 für haus- und landwirtschaftliche Angestellte (bspw. Au- Pair, Teilzeitbeschäftigte und Babysitter) festgelegt. Die Mindestlohn-Richtlinie kann beim Liechtensteinischen Arbeitnehmerverband (LANV) bezogen werden: www.lanv.li
Versicherungen und Steuern
Die gesetzlichen Versicherungsbeiträge müssen vom Arbeitgebenden und –nehmenden einbezahlt werden: (Weitere Informationen gibt das Amt für Gesundheit: www.ag.llv.li)

Steuern:
Grundsätzlich ist jedes Erwerbseinkommen zu deklarieren. Nur wenn der gesamte steuerpflichtige Erwerb von im Lande wohnhaften Personen den Betrag von CHF 24`000.- pro Jahr nicht übersteigt, bleibt dieser steuerfrei. Erstreckt sich die Steuerpflicht auf einen Zeitraum von weniger als einem Jahr, so ist der Gesamterwerb auf ein volles Jahr umzurechnen.

(Weitere Informationen gibt die Steuerverwaltung: www.stv.llv.li)

Sicherheit am Arbeitsplatz
Der Arbeitgebende hat sämtliche Massnahmen betreffend Sicherheit und Gesundheitsschutz der Arbeitnehmenden am Arbeitsplatz zu treffen. Es gilt, für Jugendliche altersgerechte und sicherheitsrelevante Schulungen durchzuführen. Die Ausübung gefährlicher Arbeiten, Nacht- oder Sonntagsarbeiten darf nur unter Aufsicht von verantwortlichen, erwachsenen und qualifizierten Personen ausgeführt werden.

Regelungen für Personen ohne Liechtensteiner Staatsbürgerschaft
Der Arbeitsmarkt ist für EU-/EWR-Staatsangehörige generell offen. Der Arbeitgebende muss lediglich den Stellenantritt innert 10 Tagen beim Ausländer- und Passamt melden. Für CH-Bürger ist keine Meldung ans Ausländer- und Passamt notwendig. Angehörige von Drittstaatenländern müssen sich vorzeitig beim Ausländer- und Passamt informieren. Kontakt: info@apa.llv.li, www.apa.llv.li

Wichtige Links und Informationen:

Für Inhalte von Links und Verweisen lehnen wir ausdrücklich jede Verantwortung ab. Angaben ohne Gewähr!